Poetry Slam des 9. Jahrgangs
Was haben die Themen Stalking, Fußball, Kindheit und Catcalling miteinander gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, aber am Dienstag zeigten die SchülerInnen des 9. Jahrgangs der INI Gesamtschule, dass man zu jedem dieser Themen einen tiefgründigen, witzigen oder auch satirischen Poetry-Slam-Beitrag auf der Bühne präsentieren kann.
13 SchülerInnen stellten sich dieser besonderen Herausforderung und trugen ihre selbstgeschriebenen Texte vor. Das ist eine der Regeln bei einem Poetry-Slam, einem dichterischen Wettstreit: Man darf auf der Bühne nur selbst verfasste Texte präsentieren. Dabei gibt es keine Einschränkung hinsichtlich des Themas – man darf über alles sprechen, was einen beschäftigt. Außerdem darf man bei einem Poetry Slam keinerlei Kostüme oder Requisiten verwenden, der Text und der Slammer/die Slammerin sollen im Mittelpunkt der Präsentation stehen. Weiterhin gibt es ein Zeitlimit für die Präsentation. Da unsere SchülerInnen noch keine Profis sind, lag das Limit bei zwei bis vier Minuten. Zuletzt gibt es auch noch eine wichtige Regel für das Publikum, dieses ist nämlich bei einem Poetry Slam gleichzeitig die Jury und bewertet die Texte und die Performance der KünstlerInnen. Dabei muss das Publikum sich stets respektvoll verhalten und möglichst fair bewerten. Die Bewertung erfolgt dann über Punkte-Tafeln von 1 bis 10, sodass für jede/n SchülerIn direkt eine Punktzahl ermittelt wird.
Am Ende des Abends konnte so die Siegerin klar ermittelt werden: Herzlichen Glückwunsch an Liana Wins (9a), die mit einem sehr persönlichen Text über ihre Erkrankung das Publikum tief berührte. Du hast den Sieg mehr als verdient!
Das Projekt Poetry Slam entstand im Rahmen des Themenbereichs Lyrik im Deutschunterricht und wurde von den Lehrkräften Frau Grahl, Frau Koch und Frau Wortmann vorbereitet. Die Veranstaltung ist bereits seit vielen Jahren fest im Lehrplan verankert und wird dazu im Unterricht intensiv vorbereitet. Unterstützt wurde das Projekt auch in diesem Jahr wieder durch Alexander Paul, einen erfahrenen Lippstädter Poetry-Slammer, der die Moderation des Abends durchführte. Zur Vorbereitung auf die Abendveranstaltung nahmen außerdem alle SchülerInnen an einem Workshop mit ihm teil.
Wir bedanken uns herzlich bei allen SchülerInnen, die den Mut hatten, sich den kritischen Bewertungen der Jury zu stellen und sich auf die Bühne getraut haben. Um Alexander Paul zu zitieren: „Ihr seid krass!“.
Außerdem möchten wir uns herzlich bei unserem Vorstand bedanken, der die Finanzierung des Projekts jedes Jahr aufs Neue wieder möglich macht.







